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Am 10. November 2011 besuchte unsere Literatur-AG
eine Lesung von Benedict Wells im Ulmer Museum. Wir hatten uns
zuvor entschlossen, "Becks letzter Sommer", den zweiten Roman
des jungen Schriftstellers, im Rahmen unserer AG zu lesen. Nun waren
wir gespannt darauf, den Autor persönlich kennen zu lernen.
Als Wells dann erschien und sich vor das Publikum setzte, war der Raum
bereits bis auf den letzten Platz gefüllt. Der 27jährige Jungautor
ging seine Lesung sehr locker an, er scherzte ein wenig, berichtete,
dass er sein eigenes Buch verlegt und eben erst ein neues Leseexemplar
erhalten habe, bevor er anfing aus seinem neuesten Roman "Fast
genial" vorzulesen.
Die Geschichte spielt in den USA und dreht sich um die Reise eines knapp
18jährigen Jungen von der Ost- an die Westküste des riesigen
Landes auf der Suche nach seinem biologischen Vater. Wells stellte zunächst
die Protagonisten der Geschichte kurz vor, bevor er einige Passagen,
die dem Zuhörer einen besseren Eindruck der Personen vermittelten,
vorlas. Eingestreut zwischen weitere Lesepassagen erzählte der
Autor etwas über seinen Werdegang als Schriftsteller und auch über
die Ideen, die hinter der Geschichte von "Fast genial" standen.
Das alles tat er in einem entspannten Ton und die eine oder andere Anekdote
sorgte für heitere Stimmung im Publikum. Der abwechslungsreiche
Vortrag ließ an keiner Stelle Langeweile aufkommen.
Am Ende der Lesung nahm sich Wells noch sehr viel Zeit, auf Fragen der
Zuhörer zu antworten. Er tat dies allerdings nicht am Mikrofon
vor dem gesamten Publikum, sondern antwortete im Einzelgespräch
am Tisch sitzend in gemütlicher Atmosphäre. Dabei signierte
er seine Romane mit bis zu zwei Seiten persönlicher Widmung. Unserer
Literatur-AG gab er zudem freundlicherweise einige Tipps für interessante
Lektüren, darunter unser Buch des Monats Dezember "Alles,
was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro. Auch zum gemeinsamen
Fotoshooting ließ er sich nicht lange bitten.
Rückblickend war es eine äußerst gelungene Lesung, die
die Zuhörer in guter Stimmung wieder verließen. Benedict
Wells mit seiner unprätentiösen Art zeigte uns einen Typus
von Autor, den viele von uns so nicht erwartet hatten.
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