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Informatik
als eigenständiges Unterrichtsfach am bayerischen Gymnasium
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Informatik ist die Wissenschaft, Technik und Anwendung
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maschinellen Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Information. |
Das Fach Informatik versteht sich als Wissenschaft der Informationsverarbeitung.
In den Jahrgangsstufen 6 und 7 wird Informatik in Verbindung mit einem
naturwissenschaftlichen Fach (in der 6. Klasse mit Biologie, in der 7. Klasse
mit Physik) unter der Bezeichnung Natur und Technik unterrichtet. Die
Schülerinnen und Schüler lernen zeit- und produktunabhängige
Konzepte zur Strukturierung und Darstellung von Information kennen und üben
diese praktisch am Computer. Dabei erlernen sie in der 6. Klasse unter anderem
den Umgang mit einem Textverarbeitungssystem, das Erstellen von Bildern mit
einem vektorbasierten Graphikprogramm und das Erstellen von Präsentationen
mit geeigneter Software.
Ein großes Thema in der 7. Klasse ist der Umgang mit dem Internet.
Thematisiert werden auch mögliche Gefahren, die eine unüberlegte Verwendung
dieses Mediums zum Beispiel im Hinblick auf bestehende Datenschutzbestimmungen
mit sich bringen kann. Die ersten Grundlagen zur Erstellung von problemlösenden
Algorithmen werden in der zweiten Hälfte dieses Schuljahres gelegt.
Dazu wird das Programm RobotKarol verwendet, das es erlaubt diese Thematik
spielerisch durch die Steuerung eines programmierbaren Roboters in einer virtuellen
Welt einzuführen.
In der Mittelstufe wird Informatik als Pflichtfach für die Schülerinnen
und Schüler des naturwissenschaftlich-technologischen Zweigs als
eigenständiges Fach mit zwei Stunden pro Woche unterrichtet. Auf der Grundlage
der in der Unterstufe erlernten Techniken führt der Unterricht zielgerichtet
auf die Verknüpfung der verschiedenen Strukturierungs- und Modellierungstechniken
hin. Die neunte Klasse beschäftigt sich einerseits mit der funktionalen
Modellierung, also dem Zerlegen eines großen kaum überschaubaren
Prozesses in kleinere leichter zu behandelnde Teilprozesse und die Beschreibung
des Datenflusses zwischen diesen Prozessen, andererseits mit der statischen
Datenmodellierung, also dem Verwalten von großen Datenmengen.
In der 10. Klasse werden alle bisher erlernten Modellierungs- und
Beschreibungstechniken im Rahmen eines größeren Projektes um
die Zustandmodellierung und die Ablaufmodellierung ergänzt. Wichtige Grundkonzepte
einer modernen Programmiersprache werden dabei problemorientiert eingeführt.
Durch die Verwendung einer leicht zu bedienenden Programmierumgebung sind die
Schülerinnen und Schüler schon sehr schnell in der Lage eigene kleinere
Programme bzw. Programmstücke zu schreiben.
Ähnlich wie die Mathematik verlangt die Informatik ein Verstehen und Anwenden-Können
der erlernten Konzepte, das sich die Schülerinnen und Schüler nur
durch eigene Arbeit am Computer aneignen können. Durch die gute Ausstattung
unseres Gymnasiums mit entsprechenden Rechnerräumen und durch die Gestaltung
des Informatikunterrichts in einen Theorie- und Praxisteil haben die Schülerinnen
und Schüler die Möglichkeit, das gelernte Wissen im Unterricht umzusetzen.
In allen Klassenstufen werden im Fach Informatik Projekte durchgeführt,
in denen die Schülerinnen und Schüler eigenständig arbeiten können.
Der Umfang der Projekte nimmt kontinuierlich von Klassenstufe zu Klassenstufe
zu und führt die Schülerinnen und Schüler auf einem geradlinigen
Weg zu einer Projektkompetenz, die sie in den Projektseminaren der Oberstufe
benötigen. Dabei ist nicht nur das Resultat der Projektarbeit wichtig,
sondern auch der Weg zum Erreichen dieses Resultats, also eine ausreichende
Dokumentation, eine sinnvolle Arbeitsteilung, das erfolgreiche Miteinander im
Team und das Einhalten von vorgegebenen Zeitrichtlinien.
Andrea Wedel Mathematik/Informatik
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