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Englisch
Seit dem 17.Jahrhundert zeichnete sich aus praktisch-ökonomischen
Gründen in zunehmendem Maße die Notwendigkeit ab, lebende Fremdsprachen zu
lernen. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurde Englisch dann verschiedentlich an
höheren Bürgerschulen unterrichtet. Aus damals verwendeten Lehrmaterialien
geht hervor, dass für die Aneignung des Englischen nur kurze Zeitspannen
angesetzt wurden; eine Verteilung des Lernstoffes über Jahre hinweg wurde nicht
in Betracht gezogen.
Über weite Strecken des 19.Jahrhunderts herrschte am Gymnasium das
neuhumanistische Bildungsziel vor. Nur den klassischen Sprachen und Literaturen
wurden geistes- und charakterbildende Kräfte zuerkannt.
Obligatorisch wurde der Englischunterricht am Gymnasium erst mit dem Lehrplan von
1901. Nachdem Englisch Ende der sechziger Jahre dieses Jahrhunderts obligatorisches
Fach auch an der Hauptschule geworden ist, gibt es heute so gut wie keinen
Jugendlichen mehr, der nicht zumindest elementare Englischkenntnisse erwirbt.
Die Gründe, die hinter dem Lehren und Lernen des Englischen stehen, sind
zeitgebunden; man darf annehmen, dass heute die Stellung der USA in Bereichen wie
Forschung und Technik eine wesentliche Rolle spielt.
Der heutige Fremdsprachenunterricht zielt darauf ab, die Voraussetzungen zu
sprachlicher Verständigung in Grundsituationen menschlicher Begegnung zu
schaffen, wie wir sie etwa aus Reiseerfahrungen kennen. Gerade hinsichtlich des
Englischen ist die Notwendigkeit, zumindest über Grundkenntnisse zu
verfügen, offenkundig; Ist Englisch doch die Hauptsprache in weiten Teilen der
Welt, vielfach noch Verkehrssprache in anderen Teilen und die mit Abstand am
häufigsten gesprochene Fremdsprache, deren Vormachtstellung nicht nur bei
internationalen politischen oder wirtschaftlichen Beziehungen, sondern auch in allen
Bereichen von Wissenschaft und Forschung deutlich wird.
Um die geforderte kommunikative Kompetenz in der Fremdsprache auszubilden,
müssen dem Lernenden sowohl sprachproduktive als auch rezeptive Fähigkeiten
im mündlichen wie im schriftlichen Bereich vermittelt werden. Unter
"sprachproduktiv" sind Sprechen und Schreiben zu verstehen, unter "rezeptiv"
Hör- und Leseverstehen.
Der moderne Fremdsprachenunterricht beschränkt sich nicht auf die Vermittlung
sprachlicher Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern leistet auch einen Beitrag zur
Erreichung allgemeiner Erziehungsziele wie der Bereitschaft zur
Völkerverständigung, Toleranz und zu partnerschaftlichem Verhalten.
Linktipps:
Der WWW-Server für Englischunterricht
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