Schülerakademie Schwaben
Die Teilnehmer sägten, stemmten, feilten, schmirgelten,
malten und lackierten an ihrem Didgeridoo, dem Holzblasinstrument der australischen
Aborigines. In Australien übernehmen einen Großteil der Arbeit
Termite, für uns standen ein Schuljahr mit zwei Nachmittagsstunden und
eine Menge ungewohnter und neuer, zum Teil auch sehr scharfer Werkzeuge für
die Holzbearbeitung zur Verfügung. Der Verbandskasten kam ab und zu auch
zum Einsatz, der Lohn für die ganze Mühe war für jeden ein
eigenes, individuell angefertigtes Instrument.


Darüber hinaus bereicherten fachübergreifende Beiträge
aus der Physik (Wie entsteht der Klang beim Didgeridoo?), aus der Musik (Zusammenarbeit
mit unserer Percussiongruppe), aus dem Fach Englisch (Traditional painting
in Australia), aus dem Fach Erdkunde (Enstehung des fünften Kontinents),
und aus dem Fach Biologie (Besonderheiten der Flora und Fauna Australiens)
den Unterricht. Ein Besuch bei dem professionellen Didgeridoobauer und -Spieler
F. Richter fand nach den Pfingstferein statt.
Der Kurs möchte jedoch all die oben genannten Bausteine an einem SAS-Abend
der Öffentlichkeit präsentieren. Sie können dann die erzielten
Ergebnisse vor Ort bestaunen oder dem archaischen Klang des Didgeridoo lauschen.
Bis dahin werden wir noch fleißig üben, denn die besondere Technik
der Zirkuläratmung verlangt vom Spieler doch einige Übungsstunden.
Am Ende kann ein guter Spieler jedoch mühelos mehrere Minuten am Stück
den Ton halten.
Hinter der Abkürzung SAS verbirgt sich die Schülerakademie Schwaben,
ein vom Ministerialbeauftragten, Lt. OStD Lepperdinger ins Leben gerufenes
Projekt, ein speziell angebotener, schulübergreifender und zusätzlicher
Förderunterricht für begabte und interessierte Schüler/innen.
Nikolaus Kugelmann