Dossenberger-Gymnasium Günzburg
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Dossenberger-Gymnasium Günzburg

Katalysatoren transeuropäischen Kulturbewusstseins
 
Auf welchem Boden könnte die Idee europäischer Zusammengehörigkeit sich besser entwickeln als auf jenem, auf dem Europas Zukunft heranwächst - an Schulen also?
Die beiden Günzburger Bildungseinrichtungen Dossenberger-Gymnasium und Grundschule Dossenbergerhaus betätigen sich zurzeit quasi als Katalysatoren transeuropäischen Kulturbewusstseins. Mit Gästen - insgesamt sieben Lehrerinnen - aus Irland, Wales, Tschechien und Dänemark wollen sie im Rahmen des Projektes "Comenius" mit den Möglichkeiten von Schule und Bildung den Gedanken eines "Europas ohne Grenzen" in die Tat umsetzen.
Die genaue Zielsetzung des Projektes - benannt nach Johann Amos Comenius (1592-1670, einem der Gründerväter des modernen Bildungswesens) - definieren die Direktoren der beiden beteiligten Günzburger Schulen, Oberstudiendirektor Dr. Christoph Henzler und Ursula Seitz, so: Schülerinnen und Schüler aller EU-Staaten sollen mit dem europäischen Gedanken vertraut gemacht werden und sollen neben dem Erwerb von Fremdsprachen in gleicher Weise Unterschiede wie Gemeinsamkeiten ihrer verschiedenen Herkunftsländer kennen lernen.
Das laufende Projekt steht unter dem Motto: "Dare to dream" - wage zu träumen. Dazu wurden von den Lehrkräften der beteiligten Schulen, so erläutern die beiden Mitorganisatoren Ralf Stadelmann und Marlies Mayer, Initiativen entwickelt: Eine Sport-Olympiade, bei der ein Leistungsvergleich in verschiedenen Disziplinen stattfindet, Aktivitäten künstlerischer Art, Vorstellung der eigenen Schule (professionell präsentiert auf DVD), eine "cultural box", die typische, landesspezifische Ereignisse (etwa "Deutsche Weihnacht") beinhaltet, oder das Schreiben von Märchen, als Fortsetzungsgeschichte von verschiedenen Schülern in verschiedenen Ländern erzählt.
Grundsätzlich sei die Aufgabenstellung für beide Schulen einheitlich, erklärt Ruth Seitz, nur den Teddybär "Buller" haben die "Kleinen" vom Dossenbergerhaus abseits der Gemeinsamkeit kreiert. Er reist sozusagen als "EU-Maskottchen" durch die Welt und kann viel von anderen Ländern erzählen.
Eine Teilnahme an dem von der Europäischen Union initiierten und der Deutschen Kultusministerkonferenz mitgetragenen Projekt, erklärt Henzler, erfordere jedes Jahr eine Neubewerbung beim Pädagogischen Austauschdienst. Beide Schulen schafften dies bereits über mehrere Jahre hinweg erfolgreich. Für das Dossenberger-Gymnasium fiel dabei dieses Jahr eine willkommene "Zugabe" ab: Sie heißt Francesca Verdecchia, ist 29 Jahre alt, kommt aus Avezzano (Abruzzen) und ist noch bis Schuljahresende als Lehrerin uns insbesondere "italienische Sprachassistentin" tätig. "Ein toller Nebeneffekt dieses Projektes", freut sich der Oberstudiendirektor.
Was alles steht für die Teilnehmer und (mehrheitlich) Teilnehmerinnen auf dem Programm ihres viertägigen Günzburg-Aufenthalts? Hauptsächlich Projektsitzungen, Themenbesprechungen, Schulbesichtigungen, Unterrichtsbesuche und vier ausgedehnte Arbeitsmeetings. Für informative Abwechslung im dicht gedrängten Programm sorgt ein Kurzausflug nach Ulm. Der kulturelle Höhepunkt steht zum Abschluss des Treffens am heutigen Samstag an, trägt die königliche Krone Ludwigs II. und ist ein fürstliches Geschenk von BBS-Reisen: Ein Ausflug zum Prunk-, Pracht- und Märchenschloss Neuschwanstein

 

 
   © Dossenberger-Gymnasium Günzburg.