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Biologie
In keinem Jahrhundert ihrer langen Geschichte hat die Biologie so gewaltige
Fortschritte gemacht wie in unserem. Völlig neue Zweige wie die Ethologie
sind der Wissenschaft vom Leben dabei zugewachsen oder haben sich aus im vorigen
Jahrhundert gelegten Wurzeln entwickelt und reich entfaltet, wie die Genetik
und die Evolutionstheorie.
Die breite Anwendung des Elektronenmikroskops eröffnete der Morphologie
und Virusforschung gänzlich neue Dimensionen. Biochemie und Molekularbiologie
erarbeiteten neuartige, tiefe Einsichten in Grundvorgänge des Lebens in
stofflicher und energetischer Hinsicht. Die Entdeckung der chemischen Natur
des Erbgutes (Avery 1944) und der DNA-Doppelhelix (Watson und Crick 1953), die
Aufklärung des genetischen Codes sowie des Ablaufs und der Steuerung der
Proteinbiosynthese ab 1961 eröffneten neue, bislang ungeahnte Möglichkeiten,
die Zusammensetzung des Erbgutes zu analysieren.
Der Biologieunterricht der Gymnasien spiegelt die Entwicklung der biologischen
Wissenschaften in der Veränderung seiner Lerninhalte wider.
Die Grundzüge des heutigen Biologieunterrichts lassen sich wie folgt kurz
umschreiben:
Der Biologieunterricht strebt eine Zusammenschau der Lebensvorgänge bei
Pflanze, Tier und Mensch an, vermittelt grundlegende Kenntnisse, Einsichten
und Erlebnisse und trägt zum Aufbau von Werthaltungen bei. Er fördert
dadurch die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler und befähigt
sie zur Übernahme von Verantwortung. Darüber hinaus macht er die grundlegende
Bedeutung biologischer Erkenntnisse und Technologien für die Bewältigung
künftiger Aufgaben der Menschheit bewusst.
Interessante Links:
Universität Ulm:
Fachbereich Biologie
Universität
Hamburg: Fachbereich Biologie, z.B.
Evolution
Chemie

Die Chemie ist die Lehre von den Stoffen und den Stoffumwandlungen.
In der Möglichkeit, naturgegebene Stoffe in Stoffe mit anderen Eigenschaften
umzuwandeln, liegt eine wesentliche Bedeutung chemischer Vorgänge. Der
Mensch versucht, Stoffe zu gewinnen, die für ihn nützliche Eigenschaften
haben. Die moderne chemische Industrie wandelt Erdöl, Kohle, Luft und Wasser
in Kunststoffe, Kunstfasern, Farbstoffe, Lacke, Arzneimittel, Dünger oder
Waschmittel um. Ohne chemisch erzeugte Stoffe ist unsere Zivilisation nicht
mehr denkbar und die Bedeutung der chemischen Industrie nimmt weiter zu.
Zentrale Aufgabe des Chemieunterrichts ist es, die Schüler mit fachspezifischen
Fragestellungen, Methoden und Erkenntnissen vertraut zu machen und ihnen dabei
naturwissenschaftliches Denken zu vermitteln. Ausgehend von der Vielfalt der
Stoffe und Stoffumwandlungen weckt der Chemieunterricht das Interesse am Erkunden
von Naturvorgängen und technischen Abläufen. Dem Experiment kommt
hierbei zentrale Bedeutung zu; es ist wesentlicher Bestandteil der Wissenschaft
und damit des Chemieunterrichts.
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Experiment steht die Erklärung der
Phänomene auf der Ebene der submikroskopischen Teilchen. Hier ist es notwendig,
die Entwicklung des Abstraktionsvermögens und des formalen Denkens bei
den Schülern zu fördern, um sie schließlich mit dem Denken in
Modellen vertraut zu machen.
Um die praktische Bedeutung der Chemie in Industrie und Technik zu veranschaulichen,
sollen auch die Möglichkeiten des Lernens vor Ort ausgeschöpft werden.
Besichtigungen von chemischen Betrieben oder wissenschaftlichen Labors, aber
auch von Produktionsstätten der Lebensmittelindustrie etc. ermöglichen
nicht nur Einblicke in chemisch-technische Verfahren, sondern vermitteln auch
einen Eindruck von der modernen Arbeitswelt.
Interessante Links:
PH-Weingarten:
Abteilung Chemie
Universität
Universität Ulm: Fachbereich Chemie
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