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Praxis trifft Unterricht: Ludwig Wörle:
"Alles ist AIDA !"
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| Das Grundprinzip einer jeden Werbemaßnahme lautet: AIDA, kurz
für attention, interest, desire, action. Auf
gut deutsch: Schaffe es, dass ein Kunde auf dein Produkt aufmerksam (attention)
wird, errege sein Interesse (interest), wecke einen Besitzwunsch (desire)
in ihm und dann wird er das Produkt kaufen (action). Aber wie schaffe
ich das? Und wie passiert das in einem Supermarkt? Im Wirtschafts- und
Rechtunterricht der 9. Klassen wird dies anhand von Zeitschriftenwerbungen
analysiert und die Tricks der Supermärkte aufgedeckt. Am 22.11.11 konnte
dieses Wissen durch den Besuch von Ludwig Wörle, Vater einer Schülerin
der 9a, weiter konkretisiert und ausgebaut werden. Herr Wörle war jahrelang
Bezirksleiter einer großen Supermarktkette und für die Einrichtung und
Bestückung neuer Märkte zuständig. Er wendetet somit das AIDA-Prinzip
tag täglich an. |
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Die Schülerinnen und Schüler der 9a und 9b erfuhren während
seines Besuches viel über die Prozesse, die im Hintergrund eines
Supermarktes ablaufen. Erstaunt waren sie, dass die großen Nahrungsmittelhersteller
fünfstellige Beträge zahlen müssen, um überhaupt in
ein Regal eines Supermarktes aufgenommen, also "gelistet" zu
werden. Natürlich sind die Plätze für Produkte auf Augenhöhe
am teuersten. Nichts steht in einem Supermarkt zufällig, alles ist
genauestens analysiert und geplant, sogar die Hintergrundmusik.
Doch dies ist noch nicht alles, auch für Verkaufsgespräche
lässt sich AIDA nutzen. Herr Wörle gab konkrete Beispiele
wie Verkäufer versuchen unsere Aufmerksamkeit und Interesse zu
erregen. "Stellen Sie sich vor, wie Ihre Nachbarn reagieren",
oder "investieren Sie in Ihre Zukunft" statt "kaufen
Sie dieses Auto" waren nur einige dieser Tricks.
Am Ende "verkaufte" er im Praxistest zwei Schülerinnen
aus der 9b erfolgreich eine Digitalkamera, ich glaube er hätte den
beiden sogar den Tafelschwamm verkaufen können
StR Kirsch
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